Die Peri­ode und damit ver­bun­de­nen Beschwer­den sind in unse­rer Gesell­schaft nicht will­kom­men. Wir sol­len jeden Tag gleich per­fekt funk­tio­nie­ren. Die Peri­ode soll unsicht­bar gemacht wer­den, was auch eine Tabui­sie­rung der Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den mit sich bringt. Oft ist der Griff zu einer Schmerz­ta­blette wäh­rend der Peri­ode ganz selbst­ver­ständ­lich und bringt schnell die gewünschte Schmerz­lin­de­rung mit sich. Doch neben der Ein­nahme von Medi­ka­men­ten gibt es auch andere, natür­li­che Mit­tel gegen Regel­schmer­zen. Hier­über wird aber lei­der viel zu sel­ten gespro­chen. Es lohnt sich aber ver­schie­dene Haus­mit­tel aus­zu­pro­bie­ren, um die beste Methode für sich zu fin­den, um Regel­schmer­zen natür­lich lin­dern zu kön­nen. Auch bei stär­ke­ren Regel­schmer­zen sind Haus­mit­tel sinn­voll, da sie hof­fent­lich die Anzahl der ein­ge­nom­me­nen Schmerz­ta­blet­ten ver­rin­gern können.

Keine Lust mehr auf Schmerztabletten

Ich habe irgend­wann letz­tes Jahr für mich ent­schie­den, dass ich (soweit mög­lich) keine Schmerz­mit­tel mehr wäh­rend der Peri­ode neh­men möchte. Warum? Weil ich keine Lust mehr hatte, monat­lich irgend­wel­che Medi­ka­mente zu neh­men, nur damit ich in einer ‚per­fek­ten’ Welt wei­ter makel­los funk­tio­nie­ren kann. So schlimm waren meine Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den nicht, aber den­noch habe ich meist an den ers­ten bei­den Tagen mei­ner Peri­ode meh­rere Tablet­ten Buscopan (Schmerz­mit­tel) genom­men, um durch meine Regel­schmer­zen im All­tag nicht ein­ge­schränkt zu sein. Doch irgend­wann habe ich mich damit nicht mehr wohl gefühlt, regel­mä­ßig schmerz­stil­lende Medi­ka­mente ein­zu­neh­men – vor allem wenn es viel­leicht gar nicht unbe­dingt nötig ist. Medi­ka­mente brin­gen auch immer mög­li­che Neben­wir­kun­gen mit sich, über die wir uns oft gar nicht bewusst sind.

Regelschmerzen natürlich lindern: Auf der Suche nach Alternativen

Ich habe also meine Suche nach Alter­na­ti­ven begon­nen, um meine Regel­schmer­zen natür­lich lin­dern zu kön­nen. Das Ziel war es, mei­nen Kör­per so gut es geht zu unter­stüt­zen. Und ich bin zu der Erkennt­nis gekom­men, dass mir per­sön­lich vor allem Wärme, Ruhe und Zeit für mich wäh­rend der Peri­ode gut tun und meine Schmer­zen fast ganz ver­schwin­den las­sen. Hier könnt ihr meine 7 bes­ten Tipps gegen Regel­schmer­zen nach­le­sen. Auch die Akzep­tanz mei­ner Peri­ode und Wert­schät­zung mei­nes Kör­pers spie­len hier eine große Rolle.

Akzeptiere deinen Körper und deine Periode so wie sie sind

Das ist viel­leicht leich­ter gesagt als getan. Aber eine lie­be­volle Wahr­neh­mung unse­res Kör­pers und auch unse­rer Peri­ode kann sich posi­tiv auf unser Wohl­be­fin­den aus­wir­ken. Mach dir bewusst, dass dein Kör­per dich nicht ärgern will, wenn er blu­tet, son­dern ledig­lich seine Funk­tion erfüllt. Manch­mal hilft es schon, eine andere, neue Per­spek­tive auf Dinge zu haben. Deine Mens­trua­tion bedeu­tet, dass du gesund bist und dein Kör­per funk­tio­niert – genau so wie es sein soll. Mach dir auch bewusst, was dein Kör­per eigent­lich gerade alles leis­tet und dass er auf Hoch­tou­ren arbei­tet, um deine Gebär­mut­ter­schleim­haut zügig wie­der abzu­tra­gen. Unter die­sem Aspekt ist es wahr­schein­lich okay, dass wir uns ein biss­chen schlap­per füh­len und leichte Beschwer­den haben. Nimm dei­nen Kör­per mit sei­nen Ver­än­de­run­gen an, anstatt gegen ihn und die Peri­ode zu kämp­fen. Du und dein Kör­per, ihr seid ein wun­der­ba­res Team, die für­ein­an­der sor­gen und auf­ein­an­der Rück­sicht neh­men sollten.

Mehr Ruhe bei Menstruationsbeschwerden, aber wie im Job?

Falls du dich fragst, wie ich das ohne Schmerz­ta­blet­ten bei einem klas­si­schen Büro-Job gemacht habe, gibt es eine ein­fa­che Ant­wort. Der Ver­zicht von Schmerz­ta­blet­ten wäh­rend der Peri­ode hatte eine grund­le­gende Folge: Ich habe mich auf der Arbeit manch­mal am ers­ten und zwei­ten Tag der Peri­ode krank gemel­det. Ich habe vor­her immer dar­auf geach­tet, soweit mög­lich, dass ich an die­sem Tag keine wich­ti­gen Ter­mine oder To-Dos habe. Oder eben auch schon mal Sachen vor­ge­ar­bei­tet oder etwas mit nach Hause genom­men. Man­che von mei­nen Tipps um Regel­schmer­zen natür­lich lin­dern zu kön­nen, eig­nen sich ehr­lich gesagt nicht so gut für den nor­ma­len Arbeits­all­tag – wes­we­gen ich ja für eine peri­oden­freund­li­che Unter­neh­mens­kul­tur plä­diere (hier und hier kannst du noch mehr zum Thema Mens­trua­tion am Arbeits­platz nach­le­sen). Ein paar Stun­den Rück­zug oder ein spon­ta­ner Tag im Bett sind lei­der mit den Job heut­zu­tage noch nicht so leicht vereinbar.

Kleine Veränderungen können große Veränderungen bewirken

Manch­mal hilft es aber auch, klei­ner anzu­fan­gen und auf der Arbeit alle paar Stun­den kurz für fünf Minu­ten spa­zie­ren zu gehen – viel­leicht müs­sen ohne­hin ein paar Pakete zur Post gebracht wer­den oder etwas aus einem ande­ren Gebäude abge­holt wer­den? Nutze diese kur­zen Mög­lich­kei­ten, um sanfte Bewe­gun­gen und fri­sche Luft in den Arbeits­all­tag zu inte­grie­ren. Den gan­zen Tag war­men, krampf­lö­sen­den Tee zu trin­ken, geht zum Glück von über­all aus. Gesunde Snacks, wie zum Bei­spiel Banane oder Nüsse, hel­fen bei Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den und kannst du super mit zur Arbeit neh­men. Auch Atem­übun­gen kön­nen zwi­schen­durch auf der Arbeit gemacht wer­den – ein­fach zwi­schen zwei Tele­fo­na­ten mal die Augen schlie­ßen und ein paar Minu­ten bewusst atmen und die Ruhe genießen.

Regelschmerzen natürlich lindern: Mit Wärmflasche im Büro?

Wenn du dir Tee­was­ser kochst, mach doch direkt etwas mehr. Denn Wärme hilft in jeg­li­cher Form bei Regel­schmer­zen. Eine Wärm­fla­sche im Büro erfor­dert am Anfang viel­leicht ein biss­chen Mut, lässt sich aber oft pro­blem­los in den sit­zen­den Arbeits­all­tag inte­grie­ren. Das öster­rei­chi­sche StartUp femitale bie­tet super Mög­lich­kei­ten, um seine Wärm­fla­sche immer pro­blem­los bei sich zu tra­gen und die Hände trotz­dem frei zu haben: einen Wär­me­schal und eine Jog­ging­hose, die extra dafür ent­wi­ckelt wur­den, dass eine 1,2kg schwere Wärm­fla­sche oder ein Kirsch­kern­kis­sen darin Platz haben. Und schön sehen die Pro­dukte auch noch aus – vor allem den Wär­me­schal kann sty­lisch aus­se­hen! Wer sagt denn, dass Wär­me­fla­schen nur zu Hause genutzt wer­den sollten?

Wie gehst du mit deinen Menstruationsbeschwerden um?

Wie sieht dein All­tag wäh­rend der Peri­ode aus? Nimmst du regel­mä­ßig Schmerz­ta­blet­ten oder hast du natür­li­che Alter­na­ti­ven für dich ent­deckt? Und was machst du bei Peri­oden­schmer­zen auf der Arbeit? Erzählt uns von euren bes­ten Haus­mit­teln und Erfah­run­gen mit Regel­schmer­zen. Wir freuen uns auf eure Geschich­ten und Tipps!

Hin­weis: Bei schwe­ren Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den, die dei­nen All­tag ein­schrän­ken, ist eine ärzt­li­che Unter­su­chung wich­tig! Lass dich lie­ber ein­mal zu viel als ein­mal zu wenig untersuchen!

Britta 
Co-Foun­de­rin Vulvani | britta@vulvani.com | Web­site | + posts

Britta Wiebe ist die Co-Grün­de­rin von Vul­vani. Am liebs­ten recher­chiert, schreibt und kon­zi­piert sie den gan­zen Tag neue Arti­kel oder inno­va­tive Bil­dungs­for­mate rund um Mens­trua­tion. Wenn sie nicht in der wei­ten Welt unter­wegs ist, genießt sie ihre Zeit mit lie­ben Men­schen im schö­nen Hamburg.